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Einige Grundlagen
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Signalpegel
Laut der Datenblätter der gängigsten integrierten digitalen
Schaltungen der 74xxx-Serie sind folgende Pegel definiert:
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Eingang |
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Ausgang |
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| H-Signal |
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> +2,0V |
bis +5,0V |
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> +2,4V |
bis +5,0V |
| L-Signal |
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0V |
bis < +0,8V |
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0V |
bis < +0,4V |
Die Bereiche
- zwischen +0,8V und +2,0V beim Eingang und
- zwischen +0,4V und +2,4V beim Ausgang
gelten als nicht definierte Zustände und sollten immer
vermieden werden. Signale in diesen Bereichen können zu Fehlfunktionen
der Schaltung führen.
Diese Spannungswerte können z.B. durch lange Leitungen (siehe
unten) oder durch die Überschreitung des Fan-Out (Ausgangsbelastbarkeit
= Anzahl der zu treibenden Eingänge; Standardausgänge können
10 Eingänge ansteuern, N=10) eines Gatters entstehen.
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Eingangspegel |
Ausgangspegel |
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typisches H(igh)-Signal: +3,4V
typisches L(ow)-Signal: +0,2V
Bei der Auslegung und Beschaltung der Ausgänge von ICs der
Baureihe 74xxx ist speziell bei der Ansteuerung von Schalttransistoren
auf folgende maximale Ausgangswerte des Stromes zu achten:
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Standard-Bausteine |
Buffer-Bausteine |
| H-Signal |
Uout = + 2,4V |
IOH = - 0,4mA |
IOH = - 1,2mA |
| L-Signal |
Uout = + 0,4V |
IOL = 16mA |
IOL = 48mA |
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Logische Schaltglieder
Im folgendem werden die wichtigsten Verknüpfungen vorgestellt.
Aus diesen Verknüpfungen können alle Spezialanwendungen (z.B.
Speicher- und Kippschal-
tungen; Frequenzteiler, Zähler und Schieberegister) erzeugt
werden.
Bei den unten vorgestellten Gattern wird jeweils das entsprechende
Schaltzeichen (Logiksymbol), eine kurze Funktionsbeschreibung,
das Zustandsdiagramm, die Wahrheitstabelle und ein paar Beispiele
für die Pinbelegung von einigen ICs dargestellt.
Die ICs gibt es in unterschiedlichen Ausführungen -
so genannte Schaltkreisfamilien - (eine kleine
Auswahl):
| TTL |
Transistor-Transistor-Logic
gängigste Schaltkreisfamilie
74xxx |
L |
Low Power-TTL
geringere Leistungsaufnahme
74Lxxx |
| S |
Schottky-TTL
kürzere Signal-Laufzeiten
74Sxxx |
AS |
Advanced Schottky-TTL
besserer Kompromiss zwischen Verlustleistung und Geschwindigkeit
74ASxxx |
| LS |
Low Power Schottky-TTL
- geringere Leistungsaufnahme
- kürzere Signal-Laufzeiten
74LSxxx |
ALS |
Advanced Low
Power Schottky-TTL
besserer Kompromiss zwischen Verlustleistung und Geschwindigkeit
74ALSxxx |
| |
Metal Gate CMOS
Vorteile:
- großer
Versorgungsspannungsbereich
- hohe Störsicherheit
- geringe Ruheverlustleistung
Nachteile:
- niedrige Schaltgeschwindigkeit
- geringe Ausgangs-Treiberleistung
- frequenzabhängige Verlustleistung
4000 |
HC |
Silicon Gate High Speed
CMOS
- Arbeitsgeschwindigkeit wie bei
74LS
- sehr viel kleinere Verlustleitung
74HCxxx |
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UND / AND - Gatter
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Nur wenn beide Eingangssignale
1-Signal führen, schaltet der Ausgang auf 1-Signal. |

| Einige typische ICs: |
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| 7408 |
mit 2 Eingängen |
7411 |
mit 3 Eingängen |
| 7421 |
mit 4 Eingängen |
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|
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Beispiel:
Pinbelegung des 7408 |
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ODER / OR - Gatter
 |
Sobald eines der beiden
Eingangssignale 1-Signal führt, schaltet der Ausgang
auf 1-Signal. |

| Einige typische ICs: |
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| 7432 |
mit 2 Eingängen |
|
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Beispiel:
Pinbelegung des 7432 |
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NICHT / NOT - Gatter
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Nur wenn das Eingangssignal 0-Signal
führt, schaltet der Ausgang auf 1-Signal.
Eingangs- und Ausgangssignal haben immer unterschiedliche
Signalpegel.
Man sagt, dass das Eingangssignal negiert wird. |

| Einige typische ICs: |
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| 7404 |
mit 1 Eingang |
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Beispiel:
Pinbelegung des 7404 |
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NICHT-UND / NAND - Gatter
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Nur wenn beide Eingangssignale
1-Signal führen, schaltet der Ausgang auf 0-Signal. |

| Einige typische ICs: |
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| 7400 |
mit 2 Eingängen |
7410 |
mit 3 Eingängen |
| 7420 |
mit 4 Eingängen |
7430 |
mit 8 Eingängen |
| 74133 |
mit 13 Eingängen |
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Beispiel:
Pinbelegung des 7400 |
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NICHT-ODER / NOR - Gatter
 |
Sobald eines der beiden
Eingangssignale 1-Signal führt, schaltet der Ausgang
auf 0-Signal. |

| Einige typische ICs: |
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| 7402 |
mit 2 Eingängen |
7427 |
mit 3 Eingängen |
| 74260 |
mit 5 Eingängen |
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Beispiel:
Pinbelegung des 7402 |
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Exklusiv-ODER / XOR - Gatter
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Nur wenn beide Eingangssignale
unterschiedliche Signalpegel führen, schaltet der Ausgang
auf 1-Signal. |

| Einige typische ICs: |
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| 7486 |
mit 2 Eingängen |
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Beispiel:
Pinbelegung des 7486 |
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Inklusiv-ODER / XNOR - Gatter
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Nur wenn beide Eingangssignale
den gleichen Signalpegel führen, schaltet der Ausgang
auf 1-Signal. |

| Einige typische ICs: |
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| 74810 |
mit 2 Eingängen |
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Beispiel:
Pinbelegung des 74810 |
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Umformungen von Schaltgliedern
Mit dem De Morganschen Gesetz können Schaltglieder umgewandelt
werden.
So kann z.B. ein NAND-Gatter durch ein OR-Gatter mit negierten
Eingängen ersetzt werden, das die gleiche Schaltfunktion erfüllt.
Die Richtigkeit des Gesetzes kann anhand der jeweilig zugeordneten
Wahrheitsta-
bellen kontrolliert werden.
| |
NAND |
OR mit negierten Eingängen |

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NOR |
AND mit negierten Eingängen |

| |
OR |
NAND mit negierten Eingängen |

| |
AND |
NOR mit negierten Eingängen |

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Unbenutzte Eingänge von ICs
Um Störungen und unerwünschte Verlängerungen der Impulsverzögerungszeiten
in den Bausteinen zu vermeiden, sollten alle unbenutzten Eingänge
auf ein Potential gelegt werden, das die logische Funktion des
Elementes sicherstellt.
Es muss nämlich beachtet werden, dass unbenutzte Eingänge von
ICs der Reihe
74xxx sich so verhalten, als seien sie mit H-Potential
(!) beschaltet.
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Unbenutzte Eingänge von AND- und NAND-Gattern
- Der ungenutzte Eingang kann mit einem benutzten Eingang
desselben Gatters verbunden werden. Es muss dabei jedoch
beachtet werden, dass das max. Fan-Out (Ausgangsbelastbarkeit
= Anzahl der zu treibenden Eingänge; Standardausgänge können
10 Eingänge ansteuern, N=10) der treibenden Schaltung nicht
überschritten wird.
- Wenn sicher gestellt ist, dass die Betriebsspannung
UB immer ≤
5,5V ist, können unbenutzte Eingänge direkt an +UB
angeschlossen werden.
- Kann dieses nicht sichergestellt werden, müssen die
Eingänge über einen Widerstand
≥ 1kΩ (mein Erfahrungswert
= 2,2kΩ) an +UB angeschlossen werden. Hierbei
lassen sich bis zu 25 Eingänge an den gleichen Widerstand
anschließen.
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Version a |
Version b |
Version c |
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Unbenutzte Eingänge von NOR-Gattern
- Auch hier kann der ungenutzte Eingang mit einem benutzten
Eingang desselben Gatters verbunden werden. Es muss dabei
jedoch beachtet werden, dass das max. Fan-Out (Ausgangsbelastbarkeit
= Anzahl der zu treibenden Eingänge; Standardausgänge können
10 Eingänge ansteuern, N=10) der treibenden Schaltung nicht
überschritten wird.
- Der unbenutzte Eingang wird an Masse gelegt.
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Version a |
Version b |
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Einbau von ICs mit Stecksockel
Selbstverständlich kann man die ICs (Integrated Circuit =
Integrierte Schaltung) direkt in die Platine einlöten. Dieses
hat nur den kleinen Haken, dass man in einem Fehlerfall des
ICs (z.B. Überlastung oder Überhitzung) den IC schwer aus der
Platine herauslöten kann. Man müsste dann theoretisch alle Anschlüsse
des ICs gleichzeitig erhitzen, um ihn herausziehen zu können.
Man kann dazu auch eine Lötpumpe benutzen. Aber dabei ist immer
die Gefahr gegeben, dass Lötpunkte oder Leiterba-
hnen beschädigt oder sogar von der Platine gezogen werden. Um
all diesen Problemen aus dem Wege zu gehen, empfehle ich, dass
die ICs in so genannte Dual-in-Line-Stecksockel gesteckt
werden. Dabei handelt es sich um nicht so hitzeempfindliche
Fassungen, die in die Platine eingelötet und die ICs dann in
diese hineingesteckt werden.
Vor dem Einsätzen des ICs bitte die IC-Pins ("Beinchen") ausrichten.
Biegen sie die Anschlüsse des ICs nicht einzeln, sondern die
Anschlüsse einer Seite immer zusammen.
Man kann den IC bei Bedarf mit einem Schraubendreher mit passender
Klingenbreite aus dem Sockel entfernen, indem man den Schraubendreher
zwischen Stecksockel und IC schiebt und den IC heraushebelt.
Es gibt diese Stecksockel in unterschiedlichen Größen (Anzahl
der "Beinchen") und Qualitäten und kosten wirklich nicht so
viel.
*
Koppelkondensatoren gegen unerwünschte Störungen
Damit möglichst keine unerwünschte Störungen innerhalb der
Digitalschaltung auftreten, sollten sogenannte Koppelkondensatoren
von etwa 0,1µF zwischen
UB = +5V und Masse eingebaut werden. Sie sollten
mit möglichst kurzen Verbindungen zum IC verbunden werden (siehe
Schaltplan).
Empfohlen wird je ein Kondensator pro IC - meines Erachtens
ist dieses dann aber doch etwas übertrieben. Ich halte je nach
Belastung und Anzahl der benutzten Gatter einen Kondensator
pro 3 - 5 ICs für ausreichend.
Es dürfen ausschließlich Kondensatoren vom Typ der
Keramik- bzw. Tantalkonden-
satoren verwendet werden. Mein Vorschlag: 0,1µF Tantal 16V.

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Taster an einem Eingang
Alle
mit einem Taster verbundenen Eingänge der TTL-Bausteine sollten
mit pull-up-Widerständen versehen werden, damit bei geöffneten
Tasterkontakten die Eingänge auf definiertem HIGH-Potential
liegen.
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Lange Zuleitung an einem Eingang
Ist
die Zuleitung zu einem Eingang recht lang (> 20cm) sollte je
ein pull-up- (gegen die Versorgungsspannung UB) und
ein pull-down-Widerstand (gegen Masse) verwendet werden. Damit
wird sichergestellt, dass an dem Eingang eindeutige HIGH- und
LOW-Signale anliegen.
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Schalten von Leuchtdioden (LEDs)
Die erste Schaltung zeigt die Ansteuerung einer LED über
einen Transistor.
In der Schaltung wurde die Diode dem Emitter des Transistors
nachgeschaltet. Dadurch wird erreicht, dass sich die Spannung
(UBE, Basis - Emitter / Masse) von 0,7V auf 2,3V
(0,7V + 1,6V [UF der Diode]) erhöht. Damit wird sichergestellt,
dass die LED nicht schon bei einem L-Pegel von 0,7V leuchtet.
Bei der zweiten Schaltung muss unbedingt darauf geachtet
werden, dass bei
L-Signal am Ausgang des NAND-Gliedes der maximale Ausgangsstrom
IOL von 16mA nicht überschritten wird.

Erstellt am: 25.10.2006
Letzte Aktualisierung: 25.10.2006
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