Ich habe mir so über die Jahre meines Modellbaus so einige Dinge
angewöhnt, die mir die Arbeit und den Service an meinen Modellen
doch um einiges erleichtern.
Hier möchte ich nun mal ein paar Dinge auflisten.
*
Am Anfang stand der Plan
Am Anfang jeder Arbeit steht für mich immer eine vernünftige
und durchdachte Planung. Also sollte man sich vor Arbeitsbeginn
vielleicht folgende Fragen stellen und sie natürlich auch bis
zum Ende komplett durchdenken:
- Was will ich machen?
- Will ich die Lackierung vom Modell ändern?
Sollte ich dieses vielleicht besser vor allen anderen Arbeiten
machen?
- Was will ich einbauen?
- Wo will ich es einbauen?
- Ist genug Platz vorhanden?
- Wie könnte ich ein Platzproblem lösen?
- Wie will ich es machen?
- Welche Technik kann und will ich an der Stelle verwenden?
- z.B. Kabelbinder statt Heißklebepistole
- Störe ich (mechanisch) mit meinem Einbau Funktionen
des Modells?
- Ist es sinnvoll eine Platine einzusetzen?
- Reicht die Länge der Leitungen?
- Sollte ich vielleicht doch etwas Leitungs- oder Aderreserve
mit berücksichtigen?
- Sollte ich vielleicht gleich ein paar Reserveadern mit
verlegen?
- Gibt es einen besseren Leitungsweg?
- Erzeuge ich mir durch meine elektrische Verdrahtung
selber Störungen im Modell? Eine Leitung wirkt wie eine
Antenne?
- Ist dann alles immer noch gut versteckt?
- Komme ich zu Servicezwecken trotzdem immer noch gut
an die Bauteile?
Sind all diese Fragen eindeutig geklärt, kann man mit der
eigentlichen Arbeit beginnen. Die möglichen Enttäuschungen sind
so wenigstens schon einmal auf das wirklich Un-
vermeidbare reduziert.
*
Die Funkfernsteuerung und deren elektrische
und
elektro-mechanischen Komponenten
Fernsteuerungsanlagen mit ihren elektrischen und elektromechanischen
Komponenten bestehen grundsätzlich aus:
- Sender
- Empfänger
- Fahrtregler
- Elektromotor
- Servomotor (Servo)
- Erweiterungsmodulen
Mehr Informationen zum Thema Funkfernsteuerung können
hier eingesehen werden.
*
Elektrik
Leitungen und Adern
Mein persönlicher Farbcode
Gleich ziemlich zu Beginn meiner Modellbautätigkeit habe
ich mir meinen eigenen Farbcode erstellt. Und diesen habe ich
bis zum heutigen Tage auch penibel beibehalten.
Dieses hat den Vorteil, dass bei all meinen Modellen die gleichen
Farben für die gleichen Funktionen verwendet werden - da gibt
es dann kein Suchen und Rätseln über die Funktion eines bestimmten
Drahtes. Und das ist gerade bei der Fehlersuche (z.B. Wackelkontakt)
sehr hilfreich.
Sollte von mir tatsächlich mal eine Quetschverbindung eingebaut
werden, dann wird aber definitiv mit der gleichen Farbe weiter
gearbeitet - da gibt es keinen Farbwechsel.
Mein persönlicher Farbcode kann
hier eingesehen werden.
Meine persönliche Nummerierung
Eine teilweise zusätzliche Nummerierung der Drähte erhöht
die Trefferquote noch einmal um einiges.
Ich gehe immer so vor:
- Nummerierung an den Platinen
von links nach rechts
- am Empfänger oder am Decoder werden die Stecker entsprechend
dem Aufdruck an den Bausteinen nummeriert
All dieses entbindet mich natürlich nicht von der Erstellung
einer guten Dokumenta-
tion.
Elektrische Verbindungen
Um möglichst alle Fehlerquellen (z.B. Vertauschung von Drähten,
Wackelkontakte und dergl.) auszuschalten habe ich es mir z.B.
auch angewöhnt,
- möglichst keine Quetschverbindungen
/ Crimpverbindungen zu erstellen, um vielleicht zusätzliche
Verbindungen einzuschleifen
es sollte dabei nämlich auch immer bedacht werden, dass
die zusätzlichen Übergangswiderstände den Gesamtwiderstand
der Leitung und somit natürlich auch die real zur Verfügung
stehende Leistung am Verbraucher reduziert
(siehe auch weiter unten)
- wenn ich dann doch mal einen Draht einschleifen muss,
gehe ich wie folgt vor:
- Drähte abisolieren
- Drähte verdrillen
- Drähte zusammenlöten
- verlötetes Ende umbiegen
- Schrumpfschlauch drüber
nach meiner Meinung eine saubere und sichere Lösung
- von einfach zusammen gedrehten blanken Drähten möchte
ich schon mal überhaupt nicht reden
Ich bevorzuge Verbindungstypen in folgender Reihenfolge,
um einen möglichst störungsfreien Betrieb zu gewährleisten:
- Schraubverbindung, wo eben
möglich mit Aderendhülsen
- Steckverbindung
- Lötung, Vorsicht - Bruchgefahr bei mechanischer Beanspruchung
Spannungsabfälle über Verbindungen
Zu geringe Querschnitte von Leitungen haben neben der unerwünschten
Erwärmung (s.u., nächster Punkt) aber auch noch einen weiteren
Nachteil. Bei zu geringen Quer-
schnitten verringert sich die effektive Spannung am Verbraucher.
Zusätzliche Span-
nungsabfälle ergeben sich aber auch an jedem Stecker und jeder
Quetsch- (Krimp-) und Lötverbindung. Diese Spannungsabfälle
bewegen sich zwar jeweils (pro Verbin-
dung) unter Umständen nur im Milli-Ohm (mΩ) -Bereich - aber
hier macht es dann die Masse (sprich Anzahl). Zehn solcher Verbindungen
mit z.B. je 5mΩ ergeben dann immerhin auch einen Gesamtwiderstand
von 50mΩ. Bei einem Strom von z.B. 200mA ergäbe sich dann somit
ein Spannungsabfall von insgesamt 10mV (0,010V).
| Einige typische Kontakt- oder Übergangswiderstände: |
| Pfosten-Steckverbinder |
DIN 41612 |
< |
5 |
- |
20 |
mΩ |
| Messer-Steckverbinder |
DIN 41622 |
< |
3,5 |
|
|
mΩ |
| Leiterplatten-Steckverbinder |
|
< |
10 |
|
|
mΩ |
| Einpressbuchse |
|
< |
10 |
|
|
mΩ |
| Lötverbindung |
|
< |
100 |
|
|
mΩ |
Unterschiedliche Werte ergeben sich durch unterschiedliche
Bauform und unterschied-
liche Hersteller.
Ein komplettes Berechnungsbeispiel können Sie
hier einsehen.
Die folgende Übersichtstabelle zeigt anhand eines Beispiels
die unterschiedlichen Spannungsverluste bei unterschiedlichen
Leitungsquerschnitten und Leitungslängen. Die Übergangswiderstände
über den Kontakten wurden mit je 10mΩ angenommen.
| Kabel / Leitung |
Spannungsverlust bei
1A |
Spannungsverlust bei
4A |
Querschnitt 0,14mm²
Länge 20cm |
0,071V |
0,284V |
Querschnitt 0,25mm²
Länge 20cm |
0,049V |
0,194V |
Querschnitt 0,50mm²
Länge 20cm |
0,034V |
0,137V |
Querschnitt 1,00mm²
Länge 20cm |
0,027V |
0,109V |
Querschnitt 0,14mm²
Länge 10cm |
0,046V |
0,182V |
Querschnitt 0,25mm²
Länge 10cm |
0,034V |
0,137V |
Querschnitt 0,50mm²
Länge 10cm |
0,027V |
0,109V |
Querschnitt 1,00mm²
Länge 10cm |
0,024V |
0,094V |
Bei Querschnitten von 1mm² oder mehr spielen fast nur noch
die Spannungsverluste über den Steckern eine Rolle.
Die Schlussfolgerungen aus der Berechnung und der Übersichtstabelle
sind:
- je größer der Laststrom desto
größer die Spannungsabfälle
=> kleinere Lasten einbauen, z.B. LEDs statt Glühlampen
verwenden
- je dünner die Leitung desto größer die Spannungsabfälle
=> die Leitungen besser etwas dicker auslegen
- je länger die Leitung desto größer die Spannungsabfälle
=> die Leitungen also bitte so kurz wie möglich machen
dabei aber nicht eine kleine Reserve vergessen s.u.
- je mehr Verbindungen (z.B. zusätzliche Quetschverbindungen
[s.u.]) desto größer die Spannungsabfälle
=> möglichst wenig Verbindungen verwenden
Belastbarkeit isolierter Leitungen oder Adern
Nehmen wir doch einmal den folgenden Fall mit folgenden Vorgaben
an:
U = 12V
L1 bis L4 = 12V / 70mA (Glühlampen)

Mit den oben angegebenen Werten ergeben sich folgende Ströme:
I1 = I2 = I3 = I4
= 70mA
I21 = I34 = 2 · 70mA = 140mA
I321 = I234 = 3 · 70mA = 210mA
I = Igesamt = 4 · 70mA = 280mA
Und genau diesen Stromwerten entsprechend müssen natürlich
auch die jeweiligen Leitungen oder Drähte ausgelegt sein.
In unserem Beispiel haben die Zuleitung sowie die Leitungen
vor und hinter dem Schalter die größte Strombelastung (I = 280mA).
Und genau diese Leitungen müssen ausreichend ausgelegt sein.
So sollte die Zuleitung und die Rückleitung zum Schalter besser
immer eine Nummer größer ausgelegt sein als die normaler Verdrahtung
an den Lampen.
Grundsätzlich sollten die Leitungen besser mit etwas zu großem
als zu kleinem Quer-
schnitt verwendet werden - man muss sich ja nicht unbedingt
eine zusätzliche Wärmequelle und somit ein mögliches Problem
erschaffen. Außerdem stehen einem durch zu geringe Querschnitte
nicht mehr die volle Spannung und somit auch nicht mehr die
volle Leistung am Verbraucher zur Verfügung (siehe oben, letzter
Punkt).
Ich verwende für die Verdrahtung meistens Schaltlitze, die
ich wegen der besseren Verlegungsmöglichkeit (man kann sie den
baulichen Gegebenheiten besser anpassen) und der geringeren
Bruchgefahr verwende, mit folgenden Querschnitten:
| - |
normale Leitungen
siehe oberes Bild, z.B. an den Lampen |
0,14mm² |
| - |
Zuleitung und
Rückleitung
siehe oberes Bild (I = 280mA) |
0,22mm² |
| - |
Leitung |
Akku => Fahrtregler
Fahrtregler => Motor |
1mm²; möglichst kurz
1mm²; möglichst kurz |
Die Querschnitte von Drähten und Litzen sind mindestens so
zu bemessen, dass bei der Erwärmung durch den fließenden Strom
die zulässige Betriebstemperatur nicht überschritten wird. Als
Faustregel kann man dafür eine Grenze von 10A/mm² anset-
zen. In den allermeisten Fällen wird man den Querschnitt deutlich
größer wählen, um den Spannungsabfall zu verringern. Wenn Sie
einen Nennstrom von 5A/mm² wählen (siehe Tabelle unten, empfohlener
Nennstrom), liegen Sie auf jeden Fall auf der sicheren Seite.
Geänderte Werte ergeben sich durch
- unterschiedliche Typen (z.B.
massiver/starrer Schaltdraht, flexible Schaltlitze [z.B.
LiY], Zwillingslitze [z.B. NYFAZ], Flachbandkabel)
- unterschiedliche Isolierung (PVC, Gummi, Silikon)
- unterschiedliche Verlegung (in Rohr, Mehraderleitung,
einadrige Leitung frei in Luft)
- Anzahl der gleichzeitig belasteten Leitungen
(zusätzlicher Umrechnungsfaktor muss berücksichtigt werden)
- unterschiedliche Umgebungstemperatur
(zusätzlicher Umrechnungsfaktor muss berücksichtigt werden)
und
- unterschiedliche Hersteller
Die rot gekennzeichneten Nennströme
wurden Datenblättern von Herstellern entnom-
men. Sind solche Daten nicht bekannt, sollten besser die empfohlenen
Werte
(5A/mm²) verwendet werden.
Nennquerschnitt
(mm²) |
Leiterwiderstand
ca. (mΩ/m) |
theoretischer
Nennstrom
(A) |
empfohlener
/ zulässiger Nennstrom
(A) |
Leitungstyp |
| 0,05 |
380 |
0,5 |
0,25 |
Schaltlitze |
| 0,08 |
237 |
0,8 |
0,40 /
0,50 |
Schaltlitze |
| 0,09 |
230 |
0,9 |
0,45 /
1,00 |
Flachbandkabel |
| 0,1 |
170 |
1,0 |
0,50 |
Schaltlitze
Zwillingslitze
|
| 0,14 |
134 |
1,4 |
0,70 |
Schaltlitze
Zwillingslitze
Flachbandkabel |
| 0,22 |
96,0 |
2,2 |
1,10 |
Schaltlitze |
| 0,25 |
76,0 |
2,5 |
1,25 |
Schaltlitze |
| 0,5 |
39,0 |
5,0 |
2,50 |
Schaltlitze
Zwillingslitze |
| 0,75 |
26,0 |
7,5 |
3,75 |
Schaltlitze
Zwillingslitze |
| 0,8 |
22,0 |
8,0 |
4,00 |
Schaltlitze |
| 1,0 |
19,5 |
10 |
5,00 |
Schaltlitze |
| 1,5 |
13,3 |
15 |
7,50 |
Schaltlitze
Zwillingslitze |
| 2,5 |
7,98 |
25 |
12,50 |
Schaltlitze
Zwillingslitze |
Glasrohr-Sicherungseinsätze / Feinsicherungen (Angaben in
A)
| |
|
|
|
|
0,032 |
0,04 |
0,05 |
0,063 |
0,08 |
| 0,1 |
0,125 |
0,16 |
0,2 |
0,25 |
0,315 |
0,4 |
0,5 |
0,63 |
0,8 |
| 1 |
1,25 |
1,6 |
2 |
2,5 |
3,15 |
4 |
5 |
6,3 |
|
Die Sicherungen gibt es in den Ausführungen:
| - |
FF |
Superflink |
|
| - |
F |
Flink |
als Kurzschlussschutz bei
Geräten ohne Einschaltstrom-
stöße |
| - |
M |
Mittelträge |
bei schnell abklingenden
Einschaltströmen
z.B. Transformatoren und Kondensatoren |
| - |
T |
Träge |
bei langsam abklingenden
Einschaltstromstößen
z.B. Motoren |
| - |
TT |
Superträge |
|
Leitungs- oder Aderführung
Leitungen und Adern sollten möglichst auf dem kürzesten Weg
verlegt werden, um die schon oben beschriebenen Leitungsverluste
so klein wie eben möglich zu halten.
Es sollte immer darauf geachtet werden, dass Leitungen und
Adern niemals an scharfen (wenn auch entgrateten) Metallkanten
oder bei Bohrungen an dem Metall scheuern können. Dieses kann
geschehen, wenn die Leitung oder Adern mechanischen Beanspruchungen
(z.B. Verwindung oder Lenkung des Modells) unterliegen. Denn
irgendwann ist die Isolierung durchgescheuert und der dann blanke
Draht bekommt Verbindung z.B. mit dem Metallgehäuse. Ein Kurzschluss
oder eine mögliche Fehlfunk-
tion wäre die Folge.
Sollen also Leitungen oder Adern durch winkelige Durchführungen
/ Blechausschnitte geführt werden, sollten die Kanten immer
mit einem U-förmigen Kantenschutz, den es für unterschiedliche
Wandstärken gibt, versehen werden. Dabei dient der Schutz aber
dabei weniger der Kante als der Leitung oder den Adern.
Bei Bohrungen sollten immer (Kabel)-Durchführungs-Tüllen aus
Weich-PVC verwendet werden, die es für unterschiedliche Durchmesser
und Wandstärken gibt.
Leitungs- oder Aderreserve
Es hat sich immer wieder als sehr hilfreich erwiesen, wenn
man doch noch ein paar Zentimeter Ader oder Leitung oder eine
zusätzliche Ader in Reserve hatte.
Darum mein Vorschlag:
Immer ein paar Zentimeter Ader oder Leitung als Reserve lassen
und diese dann einfach zu einem kleinen Ring zusammendrehen.
Somit hat man bei Umbauarbeiten immer noch ein paar Zentimeter
zur Verfügung.
Über eine oder zwei freie Reserveadern wird man sich spätestens
bei der nächsten Erweiterung seines Modells freuen.
 |
so sollte es bitte
nicht aussehen
mehrfache Quetschverbindungen
wechselnde Leitungsfarben
|
 |
Zugentlastung für mechanisch beanspruchte Lötungen
Dem Problem der mechanischen Beanspruchung der Lötstellen
kann man mit einer so genannten Zugentlastung entgegentreten.
Diese kann man wie folgt realisieren:
Version 1
Man fertigt sich einen dünnen Streifen aus Metall oder
Kunststoff an, bohrt zwei Löcher hinein, legt ihn über
die Adern und befestigt ihn mit zwei Schrauben und Muttern
an der Lochplatine.
Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Schrauben
nicht zu fest angezogen werden, da sonst die Adern gequetscht
werden können (gegebenenfalls noch ein kleines Stück
Schaumstoff zwischen Bügel und Adern anbringen) und
dass die Schrauben und Muttern möglichst aus Kunststoff
sind, damit keine elektrischen Leiterbahnen kurzgeschlossen
werden. |
 |
Version 2
Man führt die Ader von oben durch ein Loch der Lochplatine
nach unten, zieht den Draht auf der Unterseite der Platine
zum nächsten oder übernächsten Loch und schiebt ihn
dort durch das Loch von unten wieder nach oben und kann
nun das Ende anlöten.
Es kann sein, dass je nach Drahtdicke die vier Durchführungslöcher
(siehe Bild) etwas aufgebohrt werden müssen. |
 |
Version 3
Oder man kauft sich gleich Schraubklemmen für die Leiterplattenmontage
mit Lötbein-
chen. |
*
Elektrische Signale
Elektrische Formeln, Daten, Schaltungen und mehr
An dieser Stelle habe ich mal die wichtigsten elektrische
Formeln, Daten und Schal-
tungen und mehr zusammengestellt:
-
Elektrische Formeln und Daten von Bauteilen
allgemeine Formeln, R/C-Nennwertereihen, Bezeichnungen und
Vorsätze von Einheiten, Farbkennzeichnung von Widerständen,
Kennzeichnung von Kondensatoren, Kennzeichnung von Bauelementen,
Kennzeichnung von elektronischen Bauelementen
-
Schaltungen von Widerständen
Reihenschaltung, Parallelschaltung, unbelasteter und belasteter
Spannungsteiler
-
Schaltungen von Kondensatoren
Reihenschaltung, Parallelschaltung, Lade- und Entladekurve
-
Analogtechnik
die Halbleiterdiode, die Leuchtdiode (LED), die Z(ener)-Diode,
der Transistor und der Operationsverstärker
technische Daten, Formeln, Berechnungen und Schaltungen
-
Digitaltechnik
Einige Grundlagen (Signalpegel, logische Schaltglieder,
unbenutzte Eingänge), Stecksockel, Koppelkondensatoren gegen
unerwünschte Störungen, Taster und lange Zuleitung an einem
Eingang, Schalten von Verbrauchern
-
Spannungen
Wissenswertes über einige Spannungsformen (Sinuswechselspannung,
Zweiweg-
gleichrichtung einer Sinusspannung,
Rechteckwechselspannung, Rechteckimpuls,
Dreieckwechselspannung und Sägezahnwechselspannung)
-
Stromversorgung
Transformator, Gleichrichtung (Einweg- und Brückengleichrichtung),
Siebung mit Kondensatoren, Spannungsstabilisierung mit integriertem
Festspannungsregler und erhöhter Ausgangsspannung, entkoppelter
Festspannungsregler
Übersprechen
Schon einmal folgendes erlebt?
Sie fahren z.B. mit Ihrem Modell am Berg an und auf einmal blinken
einige Ihrer Lampen der Beleuchtung.
Dabei kann es sich um das so genannte Übersprechen, neudeutsch
auch crosstalk genannt, handeln. Darunter versteht man die unerwünschte
Übertragung von elek-
trischen Signalen zwischen dicht nebeneinander verlaufenden
Leitungen / Drähten aufgrund induktiver oder kapazitiver Kopplung.
Besonders zwischen Stromversorgungs- leitungen mit großen (vielleicht
auch schnellen) Strom- und somit Leistungsänderun-
gen und Datenleitungen. Die Stärke dieses Effektes ist unter
anderem von den elek-
trischen Parametern bei der Informationsübertragung (Strom,
Spannung, Frequenz) abhängig. Im allgemeinen Sprachgebrauch
sagt man auch, dass die beeinflusste Leitung sich wie eine Antenne
verhält.
Eine grobe Skizze der dabei auftretenden elektrischen Signale
(ein Beispiel) kann
hier eingesehen werden.
Gegen das Übersprechen helfen Abschirmungen und vergrößerte
Abstände. Auch ein Verdrillen der Leitungen / Drähte (dadurch
wird die Empfindlichkeit der von außen kommenden Störstrahlung
reduziert) kann unter Umständen Abhilfe schaffen. Man sollte
dieses Verfahren jeweils bei den Leistungs- sowie Steuerleitungen
anwenden.
Spannungsteiler
Es soll Situationen geben, in denen man z.B. einen Motor
oder ein beliebiges anderes Gerät, das für 3V ausgelegt ist,
an eine 12V-Versorgung anschließen möchte. In diesem Fall wird
nun ein Vorwiderstand für die Spannungsherabsetzung benötigt.
Eine Beispielrechnung kann
hier eingesehen werden.
*
Ohne Saft nix los - der Akkumulator
Folgende Akkus sind in meinen derzeitigen Modellen eingebaut:
| |
Silotransporter |
Peterbilt |
MB-Sprinter |
| Akku |
Ni-Cd |
Ni-Cd |
Ni-Cd |
| Typ, Sub-C |
KR23/43 |
KR23/43 |
KR23/43 |
| Nennkapazität |
3400mAh |
1800mAh |
1700mAh |
| Spannung |
10 · 1,2V = 12V |
10 · 1,2V = 12V |
5 · 1,2V = 6V |
| Motor |
12V - kleiner Bühler |
12V - großer Bühler |
9V - Fischertechnik |
| Besonderheiten |
Hydraulik zum Kippen des
Silos |
|
|
Meine Akkus sind nicht Hochstromfähig / Hochstrom-entladefähig.
Für mich machen die Akkus, die Hochstrom-entladefähig sind,
nur für Baumaschinen oder dergleichen Sinn. Denn nur dort werden
kurzzeitig wirklich hohe Ströme benötigt.
Ich persönlich bin kein Freund der Schnell- oder Ultraschnellladung.
Meine Einstellung: lieber etwas langsamer - aber dafür ordentlich.
Ich halte die langsamere Ladung grundsätzlich auch für schonender.
Und man kann die Akkus nach der Ladung wenigstens auch noch
anfassen, ohne sich gleich die Finger zu verbrennen.
Mehr Informationen zum Thema Akkumulatoren können
hier eingesehen werden.
*
Mechanik
Grundlagen der Mechanik
An dieser Stelle habe ich mal ein paar Grundlagen der Mechanik
zusammengestellt:
Formeln und Berechnungen der Mechanik
Lackierung des Modells
Wie oben schon in der Planungsphase beschrieben, sollte die
Lackierung grundsätzlich vor allen Innenarbeiten (z.B. Anbringung
der Elektronik) ausgeführt werden. Bei falscher Reihenfolge
ist die Gefahr einfach zu groß, dass elektrische und elektronische
Bauteile in Mitleidenschaft gezogen werden. Lack, z.B. in einem
Potentiometer (Poti), machen sich nämlich nicht besonders gut.
Werte können z.B. dadurch sehr einfach verstellt werden und
man wundert sich dann, dass bestimmte Funktionen des Modells
etwas merkwürdig, wenn überhaupt noch, ablaufen.
*
Befestigung von Bauteilen
Die Erfindung der Heißklebepistole ist bestimmt eine schöne
und gute Sache. Nur sollten nach meiner Meinung nicht alle Bauteile
damit befestigt werden. Was ist denn, wenn man auf einmal das
besagte Bauteil ausbauen und vielleicht sogar woanders einbauen
möchte - erst einmal das Bauteil losbekommen und alle Klebereste
entfernen.
Mein Vorschlag ist, das Bauteil - wo eben möglich - einfach
mit einem Kabelbinder (auch Straps genannt) zu befestigen. Eine
saubere und immer wieder lösbare Verbindung.
Man sollte aber auch in Betracht ziehen, ob es unter Umständen
nicht vielleicht sinnvoll wäre, das besagte Bauteil oder die
Platine irgendwo an nicht sichtbarer Stelle mit Schrauben zu
befestigen. Ein Gewinde ist schnell geschnitten - und man hat
wieder eine problemlos lösbare Verbindung.
*
Nachbau von Bauteilen
Viele von uns haben schon einmal den Moment erlebt, in dem
ein Bauteil gebrochen ist.
Was spricht dann in so einem Moment eigentlich gegen einen Nachbau
aus einem Material, dass nicht gleich bei jeder kleinen Belastung
den Geist aufgibt.
So habe ich dann auch schon mal einen Entriegelungs-
hebel für eine Sattelplatte aus Messing nachgebaut (siehe rechts).
Dieser dürfte dann wohl in der Zukunft keine Probleme mehr bereiten.
*
Hydraulik
In meinem derzeitigen Silotransporter (Bj. 2000) sind folgende
Bauteile verbaut:
| Bauteil |
Beschreibung |
| Hydraulikpumpe |
Motor: 12V Gleichstrom
Stromaufnahme: je nach Fördermenge max. 3A
Tankinhalt: 100ml
Anschlüsse für: Druck, Rücklauf, Entlüftung
Fördermenge: 100cm³/min = 100ml/min
Druck: 10 Bar
Größe: Höhe = 35mm, Breite = 35mm (ohne Nippel gemessen)
Länge: 120mm |
| Ölfilter |
wird mit der Hydraulikpumpe
mitgeliefert |
| Steuerventil |
2-fach
Maße:43 x 29,5 x 24mm |
| Zylinder |
Kolbendurchmesser: 7mm
Hub: 100mm
Druckkraft: 34,6N
Zugkraft: 28,3N
Anschlussnippel: H022/H035 |
Alle oben angeführten Teile, mit denen ich über die Jahre
wirklich gute Erfahrung ge-
sammelt habe und unbedenklich weiterempfehlen kann, stammen
von der
Firma Leimbach.
Ich verwende grundsätzlich die abgewinkelten Anschlussnippel
- man spart sich eine Menge Biegungen der Hydraulikschläuche
und somit natürlich auch eine Menge Platz.
Mehr Informationen zum Thema Hydraulik können
hier eingesehen werden.
*
Umbau
Vergleich alt und neu
| vorher |
|
nachher |
 |
Bild links:
"denn sie wissen nicht, was sie (dem Modell und sich
an-) tun"
mehrfache Quetschverbindungen
wechselnde Leitungsfarben
Bild rechts:
Anschlüsse jetzt mit Steckern
einheitliche Leitungsfarben
|
 |
 |
Bild links:
zusammen gedrehte blanke Drähte
Befestigung mit Heißklebepistole
Bild rechts:
Befestigung mit Kabelbinder
zweite Platine auf Distanzbolzen
|
 |
 |
Bild links:
etwas überdimensionierte Klemmen
Teil der Unteransicht
mit fliegenden Drähten
Bild rechts:
komplette Unteransicht
kein Drahtchaos
mit Kabelbinder
oder Schrumpfschlauch
|
 |
Erstellt am: 29.04.2006
Letzte Aktualisierung: 10.04.2008